Grundlagen 

NITAI® ist der Oberbegriff für alle Nitrier- und Nitrocarburierverfahren von AIMT. Nitrocarburieren ist ein thermochemisches Verfahren zur funktionellen Veredelung von Stahl-, Guss- und Sinterwerkstoffen.

Der Nitrocarburierprozess beruht auf Diffusion von Stickstoff und Kohlenstoff. Das Werkstück wird in stickstoff- und kohlenstoffhaltiger Umgebung einer Temperatur zwischen 500 und 650°C ausgesetzt. Stickstoff- und Kohlenstoffatome aus den entsprechenden Medien diffundieren in die Werkstückoberfläche ein und verändern die chemische Zusammensetzung des Werkstücks und das Gefüge der Randschicht.


Nitrocarburierschichten setzen sich in der Regel aus zwei Zonen zusammen. Die innere Zone, die Diffusionsschicht, ist charakterisiert durch die Bildung von Nitridnadeln im Randbereich des Bauteils. Die übliche Schichtdicke liegt zwischen 0,2 und 1,5 mm. Die äußere Zone mit einer Dicke zwischen etwa 5 und 30 µm wird als Verbindungsschicht bezeichnet. Diese nicht-metallische Schicht besteht aus Eisennitriden, Carbonitriden und Nitriden und Carbonitriden eventueller Legierungselemente. Der äußerste Bereich der Verbindungsschicht kann als Porensaum ausgebildet sein, der aber durch eine nachträgliche Oxidation zur Verbesserung der Korrosionsschutzeigenschaften beiträgt.


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