Grundlagen
Die Kathodische Tauchlackierung (KTL) ist ein Verfahren zur Beschichtung nahezu aller Metalle.
Für die Behandlung wird das Werkstück als Kathode geschaltet und in ein Lackbad mit positiv geladenen Lackpartikeln getaucht. Das negativ geladene Werkstück zieht die anodischen Partikel an und behält sie als gleichmäßigen Film auf seiner Oberfläche zurück. Diese Partikelabscheidung gewährleistet die homogene Beschichtung selbst extrem komplexer Teilgeometrien, die Dauer der Behandlung richtet sich nach der gewünschten Schichtdicke. Im Anschluss an die Schichtbildung erfolgt das Einbrennen, eine Wärmebehandlung bei 180 bis 220°C.
Das hoch automatisierte KTL-Beschichtungsverfahren ermöglicht in Kombination mit einer Ultrafiltrationstechnik äußerst wirtschaftliche Lackausnutzung.
Typischer Verfahrensablauf der Kathodischen Tauchlackierung (KTL)
| Verfahrensablauf | ||
|---|---|---|
| Vorbehandlung | ||
| 1. | Entfettung | alkalisch |
| 2. | Entfettung | alkalisch |
| 3. | Spülung | neutral |
| 4. | Zink-Mangan- Phosphatieren |
Tri-Kation |
| 5. | Spülen | neutral |
| 6. | Passivieren | organisch |
| 7. | Spülen | VE-Wasser |
| 8. | Spülen | Reinst VE-Wasser |
| Abblaszone | 110°C | |
| KTL- Beschichtung |
RAL 9005 / 9011 | |
| Einbrennprozess | 180 - 220°C | |
