Grundlagen
Vakuumlöten ist eine Technologie, die zum Bereich des Hochtemperaturlötens gehört. Während Weichlöten bei Temperaturen bis 400°C und Hartlöten im Temperaturbereich von ca. 400 - 800°C durchgeführt wird, fällt das Hochtemperaturlöten in den Bereich ab ca. 800°C.
Im Allgemeinen ist Löten eine Verbindungstechnik, die dem Ingenieur Freiheiten bei der Realisierung von komplexen Strukturen gibt. Vakuumlöten hat darüber hinaus noch den Vorteil, dass es ohne Zugabe von Flussmitteln durchgeführt wird. Flussmittel sind normalerweise erforderlich, um die Oxidschichten des Materials aufzulösen, damit das Lot während des Lötprozesses fließfähig ist. Um einen Lötprozess im Vakuum auszuführen, wird die Oxidschicht reduziert. Hierdurch kann ohne das erwähnte Flussmittel gelötet werden.
Das Vakuumlöten wird in Vakuumöfen ausgeführt, die auch zum Härten verwendet werden. Dadurch ist es möglich, in einem Verfahrensschritt zu löten und zu härten. Entscheidend hierbei ist die Wahl des Lotes, so dass die Schmelztemperatur des Lotes und die Härtetemperatur (Austenittemperatur) des zu lötenden / zu härtenden Werkstoffes übereinstimmen.
